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       Gegen die Beschneidung von Mädchen in Europa und Afrika
  
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Über uns

1996 gründete Jawahir Cumar unseren Verein, der zunächst "Deutsch-Somalischer Verein" hieß. Im Jahr 2003 benannten wir ihn in "stop mutilation" um. Mit dem neuen Namen wollten wir ausdrücken, worum es uns geht: um die Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung. Da wir uns international dafür einsetzen, haben wir den englischen Begriff gewählt.

Auslöser für die Vereinsgründung war der Aufenthalt von Jawahir Cumar in ihrem Herkunftsland Somalia im Jahr 1996. Es war ihr erster Besuch dort, seit sie im August 1988, einen Monat vor ihrem 12. Geburtstag, nach Deutschland kam. Erstaunt stellte sie fest, dass in Somalia immer noch Mädchen beschnitten werden und erlebte die schlimmen Folgen mit. Dabei gab es für sie zwei Schlüsselsituationen.

In dem Dorf, wo sie war, fand die Beerdigung eines kleinen Mädchens statt, das bei der Beschneidung verblutet war. Außerdem wurde ihr berichtet, dass eine schwangere Frau fast an den Komplikationen nach der Entbindung gestorben wäre. Da es kein Ultraschallgerät gab, wusste sie nicht, dass sie Zwillinge erwartete. Ihre Vagina war nach der Geburt des ersten Babys - wie bei beschnittenen Frauen in Somalia üblich - wieder zugenäht worden. Sie bekam heftige Schmerzen und wurde mit dem Auto nach Mogadischu gebracht, wo sich das nächste Krankenhaus befand - 900 km entfernt. Aber das zweite Baby war im Mutterleib erstickt.

Diese beiden schrecklichen Ereignisse führten dazu, dass sich Jawahir Cumar entschloss, sich gemeinsam mit anderen Menschen gegen die weibliche Genitalbeschneidung zu engagieren. Zunächst war der Verein nur in Somalia aktiv, wo stop mutilation mehrere Projekte in der autonomen Region Puntland hat. Schon bald zeigte sich aber, dass auch in Deutschland betroffene Frauen und Mädchen Hilfe brauchen und die Aufklärung von Berufsgruppen wie Ärzten dringend notwendig ist.

Unsere Ziele sind:

  • Mädchen vor der Verstümmelung ihrer Genitalien schützen
  • Betroffene Frauen und Mädchen beraten und unterstützen
  • Medizinische Versorgung verbessern
  • Jugendliche aufklären
  • Fachkräfte und Behörden informieren und sensibilisieren
  • Medien und Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam machen

Von Anfang an wurde unser Verein von Frauen geführt, die afrikanischer Herkunft sind. Viele von ihnen stammen aus Ländern, in denen die weibliche Genitalbeschneidung praktiziert wird. Teilweise kennen sie die Problematik aus ihrem eigenen familiären Umfeld. Deshalb wissen sie ganz genau, worum es bei diesem Thema geht. Die Kenntnis der kulturellen Hintergründe ist besonders für den Umgang mit Betroffenen und die Prävention sehr wichtig. Auch afrikanische Männer engagieren sich bei stop mutilation und überzeugen andere Männer von der Schädlichkeit der Praktik. In unserem Verein arbeiten aber ebenso deutsche Frauen und Männer mit, die uns mit ihren Fähigkeiten und beruflichen Erfahrungen tatkräftig unterstützen.

Wichtig ist uns die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Institutionen. Denn gemeinsam können wir sehr viel mehr erreichen im Kampf gegen die weibliche Genitalbeschneidung. Deshalb arbeiten wir mit Organisationen wie TERRE DES FEMMES, mit Ärzten und Rechtsanwälten, mit Behörden und Fachstellen zusammen. stop mutilation ist Mitglied bei INTEGRA, dem Deutschen Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung. www.netzwerk-integra.de

Unsere Vision ist eine Welt, in der alle Mädchen und Frauen körperlich unversehrt, frei und selbstbestimmt leben können.

Wir haben schon einige Erfolge erzielt, aber es wird noch sehr viel Einsatz, Mut und Unterstützung erfordern, bis kein Mädchen mehr an seinen Genitalien verstümmelt wird.

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