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Schulprojekt für Flüchtlingskinder

Durch den Bürgerkrieg in Somalia sind viele Menschen aus der Hauptstadt Mogadischu in die Region Puntland geflohen. Dort haben wir in der Stadt Boosaaso eine Sozialstation übernommen, zu der auch eine Grundschule gehört. Zusätzlich haben wir eine weiterführende Schule ab Klasse 5 eingerichtet. Mit der Sozialstation und dem Schulprojekt unterstützen wir die Kinder der Bürgerkriegsflüchtlinge. In Somalia gibt es keine städtischen Schulen mehr, sondern nur noch private. Deshalb können sich nur wenige Eltern einen Schulbesuch leisten. Die Bürgerkriegsflüchtlinge gehören nicht dazu. Die meisten von ihnen haben keine Arbeit und somit kein geregeltes Einkommen. Wenn sie ihre Kinder zur Schule schicken, dann oft nur die Söhne. Die Schulbildung von Mädchen wird für nicht so wichtig gehalten, weil sie traditionell früh verheiratet werden.


Foto: Torsten Schöniger

Mit dem Schulprojekt ermöglichen wir den Kindern von Bürgerkriegsflüchtlingen eine schulische Grundbildung und geben ihnen ein Stück Normalität wieder. Viele Kinder haben hier zum ersten Mal in ihrem Leben die Möglichkeit, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen. Dabei legen wir auf die Bildung von Mädchen besonderen Wert. Aus der Entwicklungszusammenarbeit wissen wir, dass grundlegende Bewusstseinsänderungen – zum Beispiel in Bezug auf Geburtenkontrolle und weibliche Genitalbeschneidung – am besten und nachhaltigsten über die Bildung von Mädchen und Frauen zu erreichen sind. Auch aus wirtschaftlichen Gründen ist die Schulbildung von Mädchen wichtig, weil viele Frauen später ihre Kinder allein versorgen müssen.


Foto: Torsten Schöniger

In der weiterführenden Schule werden etwa 700 Mädchen und 400 Jungen gemeinsam unterrichtet. Weil der Bedarf so groß ist, findet der Unterricht in zwei Schichten, am Vormittag und Nachmittag, statt. Für die Mütter bieten wir am Abend Alphabetisierungskurse an. Die Schülerinnen und Schüler werden ebenso wie ihre Eltern über die weibliche Genitalbeschneidung und deren Folgen aufgeklärt. Als „Gegenleistung“ für den kostenlosen Schulbesuch fordern wir von den Eltern, dass ihre Töchter nicht beschnitten werden. Das Schulprojekt wird vor Ort von unserer Partnerorganisation Somali Women Development Agency (SOWDA) durchgeführt, mit der wir seit vielen Jahren vertrauensvoll und erfolgreich zusammenarbeiten.

Die weiterführende Schule wurde mehrere Jahre von der UNO-Flüchtlingshilfe gefördert. Inzwischen wird sie aus Spendengeldern finanziert.
 

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