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Startseite | News und Termine | News vom 15.06.2012

Düsseldorf, den 15.06.2012

Bericht und Fotos zur Fachtagung

Zu unserer ersten Fachtagung "Weibliche Genitalbeschneidung - Mädchen unterstützen + schützen" für pädagogische Fachkräfte am 2. Juni 2012 kamen 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie erlebten einen intensiven Tag und nahmen viele neue Erkenntnisse mit. Dafür sorgten die Referentinnen und Referenten mit ihrem leidenschaftlichen Engagement für das Thema, interessanten Vorträgen und guten Präsentationen. Trotz des ernsten Themas war die Stimmung gut und gelöst. Mit ihren Rhythmen hat die Trommelgruppe Mzungus am Vormittag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistert und zum Tanzen gebracht. Die Fachtagung klang am Abend musikalisch mit Joe Kiki aus. Seine tolle Stimme und mitreißende Musik sorgten für Gänsehaut.

Wir haben viele positive Rückmeldungen zur Fachtagung erhalten. Darin berichteten uns Teilnehmerinnen, dass sie sehr berührt und nachdenklich nach Hause gefahren sind, viel gelernt haben und das Thema weibliche Genitalbeschneidung einen ganz neuen Stellenwert für sie bekommen hat. Durch die Fachtagung haben sich neue Kontakte und Möglichkeiten für Kooperationen und Vernetzungen ergeben. Wir hoffen, dass die Fachtagung in diesem Sinne nachhaltig wirkt und die Teilnehmenden das neu gewonnene Wissen in ihrem beruflichen Bereich umsetzen und weitergeben. Die Ergebnisse der Fachtagung werden wir auswerten und in einem Leitfaden zusammenfassen.

Ebenso wie die Teilnehmenden haben auch wir selbst viel gelernt, was die Arbeit unserer Beratungsstelle weiterbringen wird. Gleichzeitig konnten wir mit dem Workshop "Prävention und Umgang mit betroffenen Mädchen und Frauen" unsere Erfahrungen einbringen. Dieses Thema ist bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf besonders großes Interesse gestoßen.

Wir danken allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!

Ganz besonders möchten wir uns noch einmal bei der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen für die Förderung der Fachtagung bedanken!

Außerdem bedanken wir uns sehr herzlich beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, das uns die Räume zur Verfügung gestellt und organisatorisch unterstützt hat.

Für Juni 2013 planen wir die nächste Fachtagung, dieses Mal für Ärztinnen und Ärzte sowie medizinische Fachkräfte.

Die Fachtagung 2012 in Bildern (Fotos: Torsten Schöniger):


Als Moderatorin führte Nadina Schwarzbeck durch die Fachtagung.


Jawahir Cumar, Geschäftsführerin von stop mutilation, begrüßte die Teilnehmenden.


Die Fachtagung wurde eröffnet von Torsten Rex, Schulministerium NRW.


Grußwort von Dr. Alfred Buß, Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen


Grußwort von Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Erste Bürgermeisterin der Stadt Düsseldorf


Sehr beeindruckend war der Vortrag von Zion Melak.


Die Trommelgruppe Mzungus sorgte für Stimmung.


Jawahir Cumar und Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann


Der Frauenarzt Dr. Christoph Zerm informierte über die gesundheitlichen Folgen.


80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten interessiert die Vorträge.


Die rechtlichen Grundlagen vermittelte der Rechtsanwalt Dirk Wüstenberg.


Nana Camara brachte die Erfahrungen aus Frankreich ein.


Die Teilnehmenden stellten Fragen und diskutierten ...


... mit den Referentinnen und Referenten.


"Prävention und Umgang mit Betroffenen" war das Thema
in Workshop 3.


Die Teilnehmenden hörten konzentriert zu.


Im Plenum wurden die Ergebnisse aus den Workshops präsentiert.




Ulla Ohlms ist bei stop mutilation für Kommunikation zuständig.


Eine Teilnehmerin stellte die Ergebnisse aus Workshop 1 vor.


Den offiziellen Teil der Fachtagung beendete Jawahir Cumar.


V.r.n.l.: Rhodah Koross (1. Vorsitzende stop mutilation), Dr. Christoph Zerm, Jawahir Cumar, Nana Camara, Stéphanie Mbanzendore (Referentin Niederlande), Teilnehmerin


Für den musikalischen Ausklang sorgte Joe Kiki ...


... und brachte die Teilnehmenden zum Tanzen.

 


 

 

stop mutilation e.V. lädt ein:

"Weibliche Genitalbeschneidung -
Mädchen unterstützen und schützen"

Fachtagung für pädagogische Fachkräfte
in Nordrhein-Westfalen

am 2. Juni 2012

Ort: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW, Düsseldorf

Was können Lehrer/innen und Erzieher/innen tun, wenn ein betroffenes oder gefährdetes Mädchen in ihrer Klasse oder Gruppe ist? Mit der Fachtagung möchte stop mutilation pädagogische Fachkräfte informieren und sensibilisieren: über die Rechtslage, behördliche Hilfen bei Kindeswohlgefährdung und den Umgang mit Betroffenen.

Die Fachtagung richtet sich an:

  • Lehrerinnen und Lehrer
  • Erzieherinnen und Erzieher
  • Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
    bei der Schulaufsicht, Jugendhilfe, Freien Trägern, Berufsverbänden, Gewerkschaften
  • die Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA)

In Nordrhein-Westfalen leben über 5.600 Frauen, die potentiell von weiblicher Genitalbeschneidung betroffen sind. Viele Familien setzen ihre Tradition hier fort und lassen ihre Töchter beschneiden, häufig in den Ferien im Heimatland. Das stellt besondere Herausforderungen an Aufklärung und Prävention. Dabei können die rund 180.000 Lehrkräfte und 58.000 Erzieherinnen in NRW eine wichtige Rolle spielen. Viele pädagogische Fachkräfte wissen aber zu wenig über das Thema weibliche Genitalbeschneidung.

Ziel der Fachtagung ist es, ihnen in Vorträgen und Workshops Informationen zu vermitteln und Handlungsansätze für die Praxis zu erarbeiten. Expertinnen aus Frankreich und den Niederlanden berichten von den Erfahrungen in ihren Ländern. Aus den Ergebnissen der Fachtagung werden wir einen Leitfaden erstellen mit Handlungsanleitungen für pädagogische Fachkräfte in Nordrhein-Westfalen.

Nadina Schwarzbeck moderiert die Fachtagung. Als freie Journalistin arbeitet sie hauptsächlich für den WDR.

Referentinnen und Referenten:

  • Zion Melak, Sozialtrainerin
  • Dr. Christoph Zerm, Facharzt für Gynäkologie
  • Dirk Wüstenberg, Rechtsanwalt
  • Stephanie Meißner, Jugendamt Düsseldorf
  • Jawahir Cumar, Beratungsstelle stop mutilation
  • Nana Camara, Groupe pour l'Abolition des Mutilations Sexuelles (GAMS) / Frankreich
  • Stéphanie Mbanzendore, Burundian Women for Peace and Development / Niederlande

Im Teilnahmebetrag ist die komplette Verpflegung für den ganzen Tag enthalten: Getränke, Mittagsimbiss, Kaffee/Tee und Kuchen, Abendessen. Selbstverständlich erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Für Musik sorgt am Vormittag die Trommelgruppe Mzungus, in Kisuaheli: die Weißen. Die acht Frauen und vier Männer spielen Malinke Rhythmen, wie sie im Senegal praktiziert werden. Im Abendprogramm wird Joe Kiki die Veranstaltung musikalisch begleiten. Der Musiker stammt aus Togo und singt über Zweifel, Fragen, Gefühle und Hoffnungen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich viele Kolleginnen und Kollegen für das wichtige Thema "Weibliche Genitalbeschneidung - Mädchen unterstützen und schützen" interessieren.

Die Fachtagung wird gefördert von:

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