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       Gegen die Beschneidung von Mädchen in Europa und Afrika
  
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Herzlich willkommen auf der Homepage von stop mutilation e.V.

Unser Verein stop mutilation e.V. engagiert sich gegen die weibliche Genitalbeschneidung. Das Thema betrifft nicht nur Afrika, sondern auch uns in Deutschland und Europa. Weltweit sind 200 Millionen Frauen und Mädchen an ihren Genitalien beschnitten. In Deutschland leben fast 75.000 betroffene Frauen ab 18 Jahre und mehr als 20.000 gefährdete Mädchen unter 18 Jahre. Viele Familien setzen die Tradition hier fort und lassen ihre Töchter beschneiden – meist in den Ferien im Herkunftsland oder im Ausland.

Im Vordergrund unserer Arbeit stehen die Hilfe für betroffene Frauen und der Schutz von Mädchen vor der Beschneidung ihrer Genitalien. Wir führen Projekte in Deutschland und in der somalischen Region Puntland durch. In Düsseldorf haben wir die einzige Beratungsstelle für Frauen und Mädchen, die von Genitalbeschneidung betroffen oder bedroht sind. Wir gehen in die Schulen und klären Jugendliche zum Thema weibliche Genitalbeschneidung auf. Mit Vorträgen, Schulungen und Fachtagungen informieren und sensibilisieren wir pädagogische, medizinische und juristische Fachkräfte, die Polizei und in der Flüchtlingsarbeit Tätige. In Somalia bauen wir eine Frauenklinik und führen Aufklärungskampagnen sowie Umschulungen von Beschneiderinnen durch.

Auf unserer Homepage informieren wir Sie über das Thema weibliche Genitalbeschneidung, unsere Beratungsstelle, unsere Projekte in Somalia, unseren Verein und wie Sie unsere Arbeit unterstützen können. Im Archiv finden Sie Berichte über vergangene Aktivitäten. Aktuelles erfahren Sie in unserem vierteljährlichen Newsletter.

Wir freuen uns über Ihr Interesse!



Einweihung der neuen Räume am 05. Mai 2022

Gemeinsam mit über 90 Gästen haben wir am 05. Mai den neuen Standort unserer Beratungsstelle offiziell eröffnet. Nach langer intensiver Suche haben wir für unsere Beratungsstelle neue Räume in der Roßstraße 31 gefunden. Wir sind froh und erleichtert, dass wir künftig noch mehr für betroffene Frauen, Mädchen und Familien in Düsseldorf tun und ihnen ohne lange Wartezeiten helfen können. Die Beratungsstelle wird durch die Landeshauptstadt Düsseldorf gefördert und arbeitet eng mit der Diakonie Düsseldorf zusammen.

In seinem Grußwort hat Josef Hinkel (CDU), Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, mit einfühlsamen Worten das Thema weibliche Genitalbeschneidung beschrieben und unsere Beratungsstelle gewürdigt. Ein engagiertes Grußwort hielt auch Rudolf Brune, Vorstand Kinder, Jugend und Familie bei der Diakonie Düsseldorf. Mit der Diakonie Düsseldorf haben wir einen starken Partner an unserer Seite. Unser Schirmherr, der Schauspieler Roland Riebeling, hat sich in seiner großartigen Rede für das Thema weibliche Genitalbeschneidung und unsere Beratungsstelle eingesetzt.

Mit interessanten Inputvorträgen wurden die Gäste informiert. Jawahir Cumar, Geschäftsführerin von stop mutilation e.V., stellte die Arbeit der Beratungsstelle vor. Die Frauenärztin Agata Romanski-Ordas berichtete über die gesundheitlichen Probleme betroffener Frauen. Zum Thema „Kunsttherapie und Traumabewältigung“ gab die Kunsttherapeutin Eva Schneehorst-Pfeifer Auskunft. Der Frauenarzt Dr. Christoph Zerm referierte über die „Medizinische Sprechstunde für betroffene Frauen: Motivation und Erfahrungen“. „Kinderschutz bei drohender Genitalbeschneidung“ war das Thema von Ute Lea Reinecke von der Stabsstelle Kinderschutz der Diakonie Düsseldorf.

Die Veranstaltung wurde von Annette Müller moderiert. In gewohnter Weise sorgte die Trommelgruppe Mzungus mit ihren Rhythmen für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Josephine Kalies und Pin-Chen Hsu beeindruckten mit ihrer nicht in Worte zu fassenden Tanz-Performance. Mit ihrem emotionalen Lied berührten Marc Marshall und sein Pianist René Krömer bei ihrem Gastauftritt die Teilnehmer*innen sehr. Nach dem offiziellen Programm nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch bei somalischem und orientalischem Essen.

Wir haben uns sehr gefreut, dass viele Freund*innen und Kolleg*innen von Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, zu unserer Veranstaltung gekommen sind. Mit ihrer Teilnahme haben sie ihre Wertschätzung für die Arbeit unserer Beratungsstelle zum Ausdruck gebracht.

Privat nahm auch Klaudia Zepuntke (SPD), Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Düsseldorf, an der Einweihungsfeier teil. Weitere Gäste der Veranstaltung waren Laura Litzius, Beisitzerin im Kreisvorstand der FDP Düsseldorf, und Siedi Serag (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied im Stadtrat Langenfeld. Die beiden Politikerinnen waren auch Kandidatinnen ihrer Parteien bei der Landtagswahl.

Wir haben viel Lob und Anerkennung für eine gelungene Veranstaltung, eine wunderschöne Eröffnungsfeier, einen besonderen Tag mit besonderen Menschen bekommen. Der wichtigen Arbeit, die unser ganzes Team leistet, wurde großer Respekt entgegengebracht.

Für die zahlreichen Karten, Blumen, Geschenke und kleinen Aufmerksamkeiten anlässlich der Einweihung unseres neuen Standortes möchten wir uns sehr herzlich bedanken.



Schirmherr Roland Riebeling, Schauspieler:

Weibliche Genitalbeschneidung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und es geschieht nicht irgendwo fernab auf der Welt, es geschieht hier! Vor unserer Haustür. Bei mir nebenan, bei Ihnen nebenan. Allein in Deutschland sind knapp 75000 Frauen betroffen, weitere 20000 Mädchen und junge Frauen sind von Genitalbeschneidung bedroht. „stop mutilation“ setzt sich mutig, unermüdlich und mit großem Engagement gegen die Beschneidung von tausenden kleinen Mädchen und jungen Frauen auf der ganzen Welt ein. Ein Thema, das so verstörend und schockierend ist, dass es trotz jahrzehntelangem Einsatz immer noch nicht die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit hat, die es verdient und dringend benötigt. Helfen Sie mit! Schützen Sie Kinder vor dieser schädlichen und schrecklichen Tradition. Sie und ich erleben gerade eine Zeit des Umbruchs, die wir vielleicht noch vor kurzem kaum für möglich gehalten haben. Pandemie, Klimawandel und das vermehrte Aufkommen antidemokratischer Bewegungen zeigen uns deutlich: Unsere Welt braucht Träume und neue Ideen für ein gewaltfreies, verantwortungsbewusstes und mitfühlendes Zusammenleben. „stop mutilation“ hat einen Traum! Den Traum von einer Welt, wo jedes Mädchen und jede junge Frau frei und selbstbestimmt leben kann!

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende „stop mutilation“ und helfen Sie mit, diesen Traum wahr werden zu lassen!

Herzlichst Ihr, Roland Riebeling


Foto: © Thilo Beu


Netzwerk INTEGRA

Gemeinsam mit 32 weiteren Organisationen hat sich unser Verein stop mutilation e.V. bei INTEGRA – Deutsches Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung zusammengeschlossen.

Im April 2021 wurde unsere Geschäftsführerin Jawahir Cumar zu einer der stellvertretenden Sprecherinnen gewählt.

https://www.netzwerk-integra.de



Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit!

Unsere Bankverbindung

stop mutilation e.V.
Stadtsparkasse Düsseldorf
BIC: DUSSDEDDXXX
IBAN: DE58 3005 0110 1007 8132 62

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